{"id":264,"date":"2011-02-05T16:27:07","date_gmt":"2011-02-05T14:27:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steffen-noe.de\/blog\/?p=264"},"modified":"2018-05-21T09:31:34","modified_gmt":"2018-05-21T07:31:34","slug":"facebook-vorurteile-tipps-und-tricks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.von-steht.de\/blog\/facebook-vorurteile-tipps-und-tricks\/","title":{"rendered":"Facebook: Vorurteile, Tipps und Tricks"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In meinen Augen ist Facebook nichts anderes als ein neues, revolution\u00e4res Medium, das bessere Kommunikation mit sozialen Kontakten erm\u00f6glicht und Informationen aus verschiedenen Interessensgebieten zusammenfasst. Durch die fast ausschlie\u00dflich <a href=http:\/\/www.wasmitmedien.de\/2011\/01\/09\/feindbild-internet\/>negative Berichterstattung<\/a> der alten Medien \u00fcber dieses Thema (teilweise bestimmt aus Angst um deren eigene Existenz) habe ich schon einige Vorurteile geh\u00f6rt, auf die ich hier kurz eingehen m\u00f6chte. Das Ganze versuche ich mit praktischen Tipps im Umgang mit Facebook zu verbinden, sodass sich das Lesen auch besonders f\u00fcr bestehende Benutzer des Social Networks lohnen sollte.<\/p>\n<h5>Vorurteil: <i>&#8222;Das ist nur ein Haufen unn\u00fctzer Informationen! Es interessiert mich nicht, was jemand zu Mittag gegessen hat!&#8220;<\/i><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Argument ist vergleichbar damit, das Telefon generell zu verfluchen, weil man mal einen Werbeanruf erhalten hat. Au\u00dferdem bietet Facebook exzellente M\u00f6glichkeiten zur L\u00f6sung dieses Problems, was beim Telefon leider deutlich schwieriger ist. Es handelt sich um ein neues Medium, dessen pers\u00f6nlich empfundene inhaltliche Qualit\u00e4t ausschlie\u00dflich von den selbst gew\u00e4hlten Kommunikationspartnern abh\u00e4ngt. Die meisten der eigenen Freunde werden bestimmt nicht \u00fcber jedes Mittagessen informieren. Falls aber doch unerw\u00fcnschte Eintr\u00e4ge auftauchen, k\u00f6nnen sie ganz einfach \u00fcber die entsprechende Person (wenn es eine Nervens\u00e4ge ist) oder die entsprechende <a href=http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Facebook#Applikationen>Applikation<\/a> (wenn der Eintrag von einer Applikation stammt) dauerhaft ausgeblendet werden. Bei mir sind bereits die meisten der h\u00e4ufig verwendeten Applikationen ausgeblendet, was ganz einfach mit einem Klick auf das X und Auswahl der gew\u00fcnschten Option zu machen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.von-steht.de\/blog\/pics\/facebook_hide.jpg\" alt=\"Ausblenden\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So einfach kann man sich der anfangs l\u00e4stigen Nachrichten von Farmville, Gl\u00fccksnuss usw. entledigen und sich dann auf die wirklich interessanten Inhalte konzentrieren. Das Ausblenden kann nat\u00fcrlich auch r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden (im News Feed ganz unten mit &#8222;Optionen bearbeiten&#8220;) und wenn ihr im Einzelfall doch mal alles sehen wollt, k\u00f6nnt ihr das Profil der jeweiligen Person besuchen, wo dann alles (inklusive der sonst ausgeblendeten Applikationen) angezeigt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zu den Informationen, die bei den Meisten nicht auf Interesse sto\u00dfen, scheint Einigen aber auch einer der Hauptvorz\u00fcge des Social Networks noch nicht klar geworden zu sein. Die Informationen der eigenen Freunde sind n\u00e4mlich nicht das Einzige, was im News Feed zusammengef\u00fchrt wird. Jede Facebook-Seite kann an alle Benutzer, die via &#8222;Gef\u00e4llt mir&#8220; Interesse am jeweiligen Thema gezeigt haben, Beitr\u00e4ge schreiben. Dies f\u00fchrt zu einem enormen B\u00fcndelungseffekt von interessanten Informationen, die sich jeder in seinem News Feed selbst aus Themen wie Firmen, Musik, B\u00fccher, Filme, Sport und vielem mehr zusammenstellen kann. Die Ank\u00fcndigung von bald stattfindenden Konzerten meiner Lieblingsbands wie auch Hintergrundinformationen zu meinen Fernsehserien und Sonderangebote von f\u00fcr mich interessanten H\u00e4ndlern finde ich sofort auf Facebook, ohne umst\u00e4ndlich t\u00e4glich all deren Websites auf der Suche nach Neuigkeiten besuchen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h5>Vorurteil: <i>&#8222;Mein Privatleben geht doch nicht die ganze Welt etwas an!&#8220;<\/i><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Grundgedanke ist hier durchaus richtig, denn man sollte sich gut \u00fcberlegen wer das eigene Profil ansehen und das selbst Geschriebene lesen kann. Allerdings gibt es auch hier M\u00f6glichkeiten, alles ganz genau wie gew\u00fcnscht einzustellen. Das f\u00e4ngt sicher mit sinnvollen Privatsph\u00e4re-Einstellungen an, denn die Standards sind hier nicht zu empfehlen. Zu finden sind sie unter &#8222;Konto, Privatsph\u00e4re-Einstellungen, Benutzerdefinierte Einstellungen&#8220;. Bei mir steht hier das meiste auf &#8222;Nur Freunde&#8220;. Au\u00dferdem gibt es auf der vorigen Seite oben noch unter der \u00dcberschrift &#8222;Auf Facebook vernetzen&#8220; und unten bei &#8222;Anwendungen und Webseiten&#8220; weitere wichtige Einstellungen, die ebenfalls den eigenen W\u00fcnschen nach eingestellt werden sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Kontrolle der getroffenen Einstellungen gibt es auch die M\u00f6glichkeit, das eigene Profil mit eingeschr\u00e4nkten Berechtigungen anzusehen. Unter &#8222;Konto, Privatsph\u00e4re-Einstellungen, Einstellungen anzeigen, Vorschau f\u00fcr mein Profil&#8220; wird entweder die Sicht von Fremden oder einer ausw\u00e4hlbaren bestimmten Person aufs eigene Profil simuliert. Dies sollte wirklich jeder mindestens ein Mal \u00fcberpr\u00fcft haben, um keine \u00dcberraschungen zu erleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer wieder gibt es Berichte, dass Leute &#8222;wegen Facebook&#8220; ihren Job verloren haben, weil sie sich \u00fcber den Chef beschwert haben &#8211; oder \u00e4hnliches. Dabei wird oft nicht beachtet, dass es sich einfach um ein neues Medium handelt, das sowohl f\u00fcr gute als auch f\u00fcr schlechte Dinge benutzt werden kann. Diese F\u00e4lle sind immer ganz klar einem mangelnden Bewusstsein der betroffenen Person \u00fcber die Folgen des eigenen Handelns zuzuschreiben. Oft wurde einfach nicht bedacht, dass die verh\u00e4ngnisvolle Information f\u00fcr den Chef selbst oder f\u00fcr andere Kollegen sichtbar ist. F\u00fcr die alten Medien ist so eine Schlagzeile aber nat\u00fcrlich ein gefundenes Fressen: &#8222;<a href=http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/karriere\/arbeitsrecht\/arbeitsrecht-kuendigung-wegen-facebook-laesterei_aid_573864.html>K\u00fcndigung wegen Facebook!<\/a>&#8222;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwas kniffliger, aber ebenfalls sehr zu empfehlen ist das Anlegen von Freundeslisten. So lassen sich alle Kontakte in Gruppen einteilen, was eine genaue Steuerung der Sichtbarkeit von eigenen Inhalten (wie Status Updates, Fotos etc.) erm\u00f6glicht. Ich habe zum Beispiel einige Freunde aus dem Ausland, die kein Deutsch verstehen, und m\u00f6chte sie nicht mit irgendwelchen Inhalten auf Deutsch nerven. Es gibt da zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder eine Liste aller Deutschsprachigen anlegen, oder eine Liste aller Freunde, die kein Deutsch sprechen. Bei einem entsprechenden Eintrag kann dann unten bei dem Schloss unter &#8222;Benutzerdefiniert&#8220; die Sichtbarkeit eingestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">M\u00f6glichkeit 1<br \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.von-steht.de\/blog\/pics\/facebook_whitelist.jpg\" alt=\"Whitelist\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">M\u00f6glichkeit 2<br \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.von-steht.de\/blog\/pics\/facebook_blacklist.jpg\" alt=\"Blacklist\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Ver\u00e4ndern der Standardeinstellung kann Zeit gespart werden, wenn dies \u00f6fter ben\u00f6tigt wird. Diese Maske taucht au\u00dferdem auch bei vielen Privatsph\u00e4re-Einstellungen auf und bietet dort sehr umfangreiche M\u00f6glichkeiten. Zum Beispiel, dass nur ein Teil der Freunde die eigene Telefonnummer sehen kann oder dass eine bestimmte Freundesliste (oder auch einzelne Person) die eigenen Posts nicht kommentieren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Anlegen von sinnvollen Listen kann \u00fcbrigens auch die Online-Sichtbarkeit im Chat pro Liste geregelt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.von-steht.de\/blog\/pics\/facebook_chat.jpg\" alt=\"Chat\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch ein Tipp am Rande: Da das Chat-Fenster innerhalb von Facebook recht klein und wenig komfortabel ist, empfehle ich einen der kostenlosen Instant-Messenger zu verwenden, in die der Facebook-Chat integriert werden kann (mein Favorit: <a href=http:\/\/www.pidgin.im\/>Pidgin<\/a>). Zur Freischaltung dieser M\u00f6glichkeit ist ein Besuch <a href=http:\/\/www.facebook.com\/sitetour\/chat.php>dieser Seite<\/a> notwendig, wo auch die entsprechenden Einstellungen f\u00fcr den Messenger zu finden sind. Au\u00dferdem ben\u00f6tigt man daf\u00fcr einen <a href=http:\/\/www.facebook.com\/username\/>Benutzernamen<\/a>, der nebenbei auch statt der E-Mail-Adresse f\u00fcr die Anmeldung bei Facebook benutzt werden kann (ist meist k\u00fcrzer).<\/p>\n<h5>Vorurteil: <i>&#8222;Facebook verkauft Daten der Benutzer an andere Firmen! Wie kommen sie sonst an Geld?&#8220;<\/i><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <a href=http:\/\/www.allfacebook.com\/facebook-makes-money-2010-01>meiste Geld wird mit Werbung verdient<\/a>, denn hier kann das Social Network ein hochinteressantes Modell anbieten. Die gro\u00dfe Benutzerdatenbank kann zur Schaltung von Werbung f\u00fcr einen bestimmten Personenkreis (Alter, Geschlecht, Arbeitgeber, Wohnort) genutzt werden. Es ist offensichtlich, dass diese gezielte Art der Werbung erfolgsversprechender ist als viele andere und sich damit auch besser verkaufen l\u00e4sst. Die Daten der Kunden werden nicht an die Werbepartner &#8222;verkauft&#8220;, sondern Facebook bietet an, deren Anzeigen beim optimalen Kundenkreis zu schalten. Ein deutsches Unternehmen, das Fotoapparate verkauft, k\u00f6nnte seine Werbung also beispielsweise nur bei deutschen Benutzern einer bestimmten Altersgruppe, die sich f\u00fcr das Fotografieren interessieren, schalten lassen (um nur eines der vielen denkbaren <a href=http:\/\/www.facebook.com\/ads\/best_practices.php\/>Beispiele<\/a> zu nennen). Ich denke daher nicht, dass es das Unternehmen mit einem Marktwert von derzeit ca. <a href=http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Facebook#Marktwert>50 Milliarden US-Dollar<\/a> n\u00f6tig hat, illegal Daten zu verkaufen. Schlie\u00dflich w\u00fcrden sie damit ihre starke Marktposition gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorsicht ist allerdings bei Applikationen anderer Hersteller geboten, die \u00fcber Facebook benutzt werden k\u00f6nnen. Bevor pers\u00f6nliche Daten an Applikationen weitergegeben werden, wird der Benutzer mit einer genauen Auflistung der zu \u00fcbertragenden Daten um Zustimmung gefragt. Leider ist bisher mein Eindruck, dass diese Freigabe von vielen Anwendern \u00fcberhaupt nicht ernst genommen und deshalb gar nicht gelesen wird, bevor reflexartig auf &#8222;Zulassen&#8220; geklickt wird. Ich empfehle, sich bei jeder Applikation diese Daten genau unter dem Gesichtspunkt anzusehen, ob diese f\u00fcr das Arbeiten mit der Applikation wirklich notwendig sind. Fordert eine Applikation mehr als ben\u00f6tigt, w\u00fcrde ich von der Verwendung abraten, wie bei folgendem (sicherlich extremen) Beispiel f\u00fcr ein bestimmt nur sehr bedingt n\u00fctzliches Quiz.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.von-steht.de\/blog\/pics\/facebook_app.jpg\" alt=\"Datenfreigabe\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch Unachtsamkeit vieler Benutzer verbreiten sich solche Applikationen leider erstaunlich gut. Immer wieder tauchen auch neue Applikationen auf, die versprechen Aufrufe des eigenen Profils anzuzeigen. Diese Funktion ist allerdings \u00fcberhaupt kein Bestandteil der Funktionen, die Facebook f\u00fcr Entwickler von Applikationen anbietet. Es handelt sich stets um irgendwelche zwielichtigen Datensammler oder <a href=http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abofalle>Abofallen<\/a>. Auch sind in letzter Zeit Angebote weit verbreitet, wo man erst &#8222;Schritte absolvieren&#8220; muss, um ein Video oder \u00c4hnliches zu sehen. Einer der Schritte ist der Klick auf &#8222;Gef\u00e4llt mir!&#8220; und damit direkt ein Eintrag im News Feed der Freunde, dass einem dies gefallen hat. Unabh\u00e4ngig vom angebotenen Inhalt, sollte hier doch eigentlich jeder stutzen. Ich will doch selbst entscheiden, was ich via &#8222;Gef\u00e4llt mir!&#8220; meinen Freunden empfehle und nicht die sprichw\u00f6rtliche Katze im Sack verkaufen. Anscheinend ist bei vielen die Neugier aufgrund des grunds\u00e4tzlich sehr rei\u00dferischen Titels so gro\u00df, dass sie dennoch drauf klicken. Vielleicht sind sich viele auch nicht dar\u00fcber bewusst, dass sie sich damit bei vielen ihrer Facebook-Freunde l\u00e4cherlich machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit den verschiedenen immer wieder auftauchenden Versionen des &#8222;Dislike&#8220;-Buttons (oder der deutschen Kopie, dem &#8222;Gef\u00e4llt mir nicht&#8220;-Button). Die Funktion, mit einem Klick das Gegenteil von &#8222;gef\u00e4llt mir&#8220; zu \u00e4u\u00dfern, wurde von Facebook bisher nicht eingef\u00fchrt und ich halte dies nicht f\u00fcr ein geeignetes Gebiet von Drittanbieterapplikationen. Dennoch lese ich so etwas \u00f6fter mal in meinem News Feed, da einige Leute diese Applikationen immer wieder ausprobieren. Meist haben diese Applikationen <a href=http:\/\/www.walletpop.com\/2010\/08\/16\/dislike-button-on-facebook-a-scam\/>einen betr\u00fcgerischen Hintergrund<\/a> und wer wei\u00df, was sie mit den von den Benutzern freigegebenen Daten anstellen?<\/p>\n<h5>Vorurteil: <i>&#8222;Facebook ist nur eine Modeerscheinung!&#8220;<\/i><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wei\u00df nicht, worauf sich hier berufen wird, aber die Statistiken sprechen eine v\u00f6llig andere Sprache. Aktuell gibt es 600 Millionen Benutzer weltweit, davon 15 Millionen aus Deutschland. 50% der Benutzer loggen sich t\u00e4glich ein und die Amerikaner verbrachten 2010 <a href=http:\/\/blog.nielsen.com\/nielsenwire\/online_mobile\/facebook-users-average-7-hrs-a-month-in-january-as-digital-universe-expands\/>durchschnittlich 7 Stunden im Monat<\/a> dort (in Deutschland d\u00fcrfte es \u00e4hnlich sein). Diese enorme Anzahl der Benutzer und erst recht die ablesbare Langzeitmotivation klingt f\u00fcr mich nach allem anderen als einer Modeerscheinung. Zudem hatte dieses neue Medium in den letzten Jahren auch mehrfach schon eine gewisse Relevanz in der Politik, wie <a href=http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/0,1518,742961,00.html>aktuell in \u00c4gypten<\/a>.<\/p>\n<h5>Vorurteil: <i>&#8222;Facebook ist oberfl\u00e4chlich und f\u00fcr Leute, die zu wenige echte Freunde haben!&#8220;<\/i><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In meinem Freundes- und Bekanntenkreis werden auf Facebook fast ausschlie\u00dflich Verbindungen zu Kontakten aufgebaut, die man schon vorher kannte. Schlie\u00dflich sind das die Leute, deren Status und Empfehlungen f\u00fcr einen selbst am interessantesten sind. Sicher gibt es auch die M\u00f6glichkeit, neue Leute \u00fcber Facebook kennenzulernen, die \u00e4hnliche Interessen haben, aber ich denke so kommt nur eine Minderheit der Facebook-Freundschaften zustande. Bei Kritikern auch weit verbreitet ist die Ansicht, dass sich in sozialen Netzwerken nur oberfl\u00e4chlich mit Kontakten kommunizieren l\u00e4sst, wo <a href=http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2010-08\/soziale-netzwerke-freunde?page=1>nicht nur ich<\/a> schon viele gegenteilige Erfahrungen gemacht habe.<\/p>\n<h5>Berechtigte Kritik<\/i><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Schluss m\u00f6chte ich aber auch noch einige Kritikpunkte auff\u00fchren, die meiner Ansicht nach berechtigt sind und wo bei Facebook noch Verbesserungsbedarf besteht. <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie oben schon erw\u00e4hnt, sind die standardm\u00e4\u00dfigen Privatsph\u00e4re-Einstellungen meiner Meinung nach deutlich zu \u00f6ffentlich. F\u00fcr mich ist es bei so einem Dienst selbstverst\u00e4ndlich, diese Einstellungen direkt nach der Registrierung zu \u00fcberpr\u00fcfen und meinen W\u00fcnschen anzupassen. Vielen ist das aber zu viel Arbeit oder es fehlt einfach die Kenntnis dieser Einstellungsm\u00f6glichkeiten. Ich f\u00e4nde es gut, wenn die Privatsph\u00e4re-Einstellungen ein Teil der Registrierung bei Facebook w\u00e4ren. Damit w\u00e4re sichergestellt, dass sie dem Wunsch der Anwender entsprechen. Vermutlich wird das aufgrund des Umfangs dieser Einstellungen nicht gemacht, da es den Registrierungsprozess f\u00fcr die Benutzer deutlich aufw\u00e4ndiger (und damit vielleicht abschreckend) machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein gr\u00f6\u00dfter Vorwurf ist der <a href=http:\/\/www.test.de\/themen\/computer-telefon\/meldung\/Datenschutz-Facebook-vor-Gericht--4190316-4190320\/>umstrittene &#8222;Freundefinder&#8220;<\/a>. Facebook bietet die M\u00f6glichkeit, das eigene Adressbuch aus E-Mail-Programmen oder -Diensten hochzuladen. So lassen sich sehr bequem alle Kontakte aus dem Adressbuch bei Facebook suchen. Von den Benutzern dieser Funktion wird meist nicht bedacht, dass damit die E-Mail-Adressen von allen Kontakten an Facebook \u00fcbergeben werden, womit bestimmt nicht alle einverstanden sind. Insbesondere die, die sich bereits gegen eine Anmeldung beim Social Network entschieden haben. Nat\u00fcrlich dient diese Funktion der Ausbreitung des Netzwerks und einer deutlichen Vereinfachung der Suche nach den bestehenden Freunden, aber moralisch halte ich den Einsatz f\u00fcr mehr als fragw\u00fcrdig. Die Funktion ist zwar optional, wird jedoch bereits bei der eigenen Registrierung angeboten und nur wer \u00fcber solche Dinge \u00fcberhaupt ernsthaft nachdenkt, wird sich gegen die Verwendung entscheiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit den Einladungs-E-Mails, die entweder \u00fcber den Freundefinder (muss auch dort nochmal best\u00e4tigt werden) oder manuell an noch nicht angemeldete Kontakte verschickt werden k\u00f6nnen. Die Betreffzeile dieser E-Mails lautet <i>&#8222;Schau dir meine Fotos auf Facebook an &#8211; von dir ist bestimmt auch eins dabei&#8220;<\/i> und das auch ohne das Vorhandensein von entsprechenden Fotos. Die Formulierung finde ich deutlich zu offensiv und st\u00f6rend. Zu gro\u00dfer Verwunderung f\u00fchrt auch, dass in diesen E-Mails schon weitere Kontakte vorgeschlagen werden, die man oft wirklich kennt &#8211; hier tauchen n\u00e4mlich neben einigen Freunden des Einladenden auch alle auf, die bereits die E-Mail-Adresse des Empf\u00e4ngers \u00fcber den Freundefinder hochgeladen haben. Das l\u00f6st oft ein komisches Gef\u00fchlt aus, wenn Leute aus verschiedenen Lebensbereichen, die sich untereinander \u00fcberhaupt nicht kennen, vorgeschlagen werden. Ich halte Facebook f\u00fcr einen hervorragenden Dienst mit vielen sehr n\u00fctzlichen Funktionen und f\u00e4nde es besser, wenn sich die E-Mails auf Tatsachen beschr\u00e4nken w\u00fcrden anstatt auf diese Art mit Fotos zu locken. Der Grund ist wohl \u00e4hnlich wie beim Freundefinder, dass so ein h\u00f6heres Interesse geweckt wird: &#8222;Was? Fotos von mir? Da muss ich gleich mal schauen&#8230;&#8220;<br \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.von-steht.de\/blog\/pics\/facebook_dislike.gif\" alt=\"Gef\u00e4llt mir nicht!\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinen Augen ist Facebook nichts anderes als ein neues, revolution\u00e4res Medium, das bessere Kommunikation mit sozialen Kontakten erm\u00f6glicht und Informationen aus verschiedenen Interessensgebieten zusammenfasst. 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